Riesling – die Königin unter den Weißweinen.
Wenn du ein Weintasting zu Hause planst, kommst du an einem Namen oft nicht vorbei: Riesling. Diese weiße Rebsorte ist nicht nur ein Klassiker unter Weinkennern, sondern auch ideal für alle, die gerade erst anfangen, sich mit Wein zu beschäftigen. Warum? Weil Riesling so unglaublich vielseitig, charaktervoll und spannend ist – perfekt also für eine unterhaltsame und lehrreiche Weinverkostung im eigenen Wohnzimmer.
Woher kommt der Riesling eigentlich?
Riesling hat seine Wurzeln im Rheintal und wurde erstmals 1435 in Rüsselsheim am Rhein urkundlich erwähnt. Die Rebsorte entstand vermutlich schon im 13. oder 14. Jahrhundert durch natürliche Kreuzungen von Traminer, der europäischen Wildrebe Vitis vinifera sylvestris und dem Weißen Heunisch. Damit gehört Riesling zu den ältesten bekannten Weißweinsorten Europas – ein echtes Naturtalent mit Geschichte!
Anbaugebiete: Riesling liebt es kühl und sonnig
Deutschland ist weltweit das wichtigste Anbauland für Riesling, mit über 23.000 Hektar Anbaufläche. Hier eine kleine Tour durch die bekanntesten Regionen:
- Mosel: Oft leicht, elegant, mit knackiger Säure und feiner Schiefernote.
- Rheingau: Oft kraftvoll, ausgewogen und oft etwas würziger.
- Pfalz & Rheinhessen: Oft fruchtig, voller Körper, teils fast opulent.
- Nahe: Extrem vielseitig durch unterschiedlichste Bodentypen.
Aber auch international macht Riesling Karriere: Im Elsass, in Österreich (Wachau, Kremstal), Australien (Clare & Eden Valley), den USA (Washington, Finger Lakes) oder Neuseeland entstehen spannende Varianten.
Typisch Riesling: Aromen, Säure & Lagerfähigkeit
Was Riesling so besonders macht? Seine Vielseitigkeit! Er kann knochentrocken sein oder zu edelsüßen Spitzenweinen wie Eiswein oder Trockenbeerenauslesen ausgebaut werden. Gemeinsam haben alle Rieslinge eine lebendige Säure und ein glasklares Aromaprofil.
Typische Aromen sind:
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Frisch: Zitrone, Limette, grüner Apfel, weißer Pfirsich
- Gereift: Honig, getrocknete Aprikose, und der legendäre "Petrolton" (keine Sorge, das ist ein erwünschtes Reifearoma)
Gut zu wissen: Je nach Ausbau ist Riesling ist extrem langlebig. Viele Weine entwickeln erst nach Jahren ihre volle Komplexität und Tiefe.
- Der Name "Riesling" hat ungeklärte Ursprünge. Vielleicht stammt er von "verrieseln" (Traubenverlust) oder "edles Reis" (edler Rebstock).
- Riesling kann sowohl trocken als auch süß auf Weltklasse-Niveau vinifiziert werden.
- Der berühmte Petrolton entsteht durch ein Molekül namens TDN und ist ein Zeichen guter Reifung.
- Riesling ist langlebig: Manche Flaschen schmecken auch nach 20 Jahren noch frisch!
- Es gibt sogar eine Mutation namens Roter Riesling mit rötlicher Schale – sehr selten und spannend zu trinken.
Fazit: Riesling ist ein Muss für dein Weinwissen
Wenn du Wein besser verstehen und Spaß beim Entdecken haben willst, ist Riesling genau die richtige Wahl. Er ist abwechslungsreich, elegant und gibt dir einen tollen Einblick in die Welt der Weiße. Ob allein, mit Freunden oder bei einer geführten Weinprobe für zu Hause – Riesling macht immer eine gute Figur.
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