Junge Menschen in Deutschland trinken heute nachweislich später und seltener Alkohol als noch vor 20 Jahren. Beim ersten Glas Alkohol liegt das Durchschnittsalter inzwischen bei 15,1 Jahren, 2004 waren es noch 14,1 Jahre. Beim wöchentlichen Konsum zeigt sich ein historischer Tiefstand: Nur noch 6,8 Prozent der Jugendlichen und 25,0 Prozent der jungen Erwachsenen greifen noch regelmäßig zum Glas. Gleichzeitig bleibt Rauschtrinken bei Jugendlichen und jungen Männern auf hohem Niveau, während es bei jungen Frauen spürbar zurückgeht. Die Drogenaffinitätsstudie 2025 zeigt damit einen echten Wandel, aber keine vollständige Entwarnung.
Die Zahlen der Drogenaffinitätsstudie 2025 im Detail
Die Zahlen im Detail zeichnen ein differenziertes Bild. Von den 12- bis 17-Jährigen hatten 2025 insgesamt 58,9 Prozent schon einmal Alkohol getrunken, deutlich weniger als die 87,0 Prozent im Jahr 2001. Aufgeschlüsselt nach Geschlecht lagen die Werte bei 60,7 Prozent der Jungen und 57,0 Prozent der Mädchen, gegenüber 88,3 und 85,5 Prozent im Jahr 2001. Auch beim aktuellen Konsum, also in den letzten 30 Tagen, zeigt sich der Rückgang deutlich: Bei den Jugendlichen ist der Anteil zwischen 2004 und 2025 von 58,4 auf 32,9 Prozent gesunken, bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren im selben Zeitraum von 84,4 auf 69,3 Prozent. Die Lebenszeiterfahrung der jungen Erwachsenen bleibt dabei mit über 90 Prozent seit 2001 nahezu konstant. Auffällig ist: Der Rückgang bei den Jugendlichen stagniert seit 2016. Beim Rauschtrinken zeigt sich die größte geschlechtsspezifische Kluft: Bei jungen Männern verharrt es bei 45,8 Prozent, bei jungen Frauen sank es zwischen 2023 und 2025 signifikant auf 26,1 Prozent, nachdem es zuvor fast immer bei 30 Prozent oder mehr lag. Auch bei den Jugendlichen selbst liegt Rauschtrinken mit knapp 15 Prozent auf einem Niveau wie vor der Corona-Pandemie. Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck, nennt diese Entwicklung ermutigend, warnt aber davor, daraus eine vollständige Entwarnung abzuleiten, denn riskanter Alkoholkonsum bleibt gerade unter Jugendlichen und jungen Männern weit verbreitet.
Gesundheitsbewusstsein, Ausgehverhalten und Social Media als Treiber
Warum trinkt die junge Generation heute anders? Ein Grund liegt im gestiegenen Gesundheitsbewusstsein: Eine YouGov-Studie zeigt, dass der Alkoholkonsum in Deutschland insgesamt von 78 Prozent Trinkenden im Jahr 2015 auf 68 Prozent im Jahr 2025 gefallen ist, wobei gerade jüngere Zielgruppen diesen Wandel vorantreiben und ihren Konsum bewusster, situativer und wertorientierter gestalten. Kontrolle spielt dabei eine zentrale Rolle. Zum einen bleiben Jugendliche über das Handy ständig mit ihren Eltern in Kontakt, was die elterliche Aufsicht auch außerhalb der eigenen vier Wände verlängert. Zum anderen prägt die ständige Sichtbarkeit auf Social Media den Alltag vieler junger Menschen, und Kontrollverlust gilt aus soziologischer Sicht als etwas, das es zu vermeiden gilt. Der Sozialwissenschaftler Heino Stöver von der Frankfurt University of Applied Sciences erklärt, ein unangenehmer Auftritt unter Alkoholeinfluss sei für viele junge Menschen gesellschaftlich zu riskant geworden. Gleichzeitig verlagert sich das Ausgehverhalten selbst: Analoge Treffen und ausgelassenes Feiern finden seltener statt, weil ein großer Teil des sozialen Lebens digital abläuft. Das wirkt paradox, denn ein Experiment mit jungen Erwachsenen zeigt zugleich, dass alkoholbezogene Beiträge in sozialen Medien das Trinken am Folgetag messbar wahrscheinlicher machen. Social Media bremst und befeuert das Trinkverhalten also gleichzeitig, je nachdem, ob es um Selbstkontrolle oder um Vorbildwirkung durch Peer-Inhalte geht.
Wie sich das Trinkverhalten vom Bier- und Schnapskonsum früherer Generationen unterscheidet
Für Weininteressierte lohnt sich der Blick zurück, denn er zeigt, wie tief der Wandel reicht. 1979 tranken noch zwei Drittel der 18- bis 25-Jährigen mindestens einmal pro Woche Alkohol, bis 2018 hatte sich dieser Anteil auf 33 Prozent halbiert. Bei den 12- bis 17-Jährigen sank der Anteil regelmäßig Trinkender im selben Zeitraum von 25 auf 9 Prozent. Auch die BZgA-Zahlen zum Rauschtrinken bestätigen den langen Bogen: 2004 tranken noch 21 Prozent der Jugendlichen mindestens wöchentlich Alkohol, 2021 waren es knapp 9 Prozent, bei jungen Erwachsenen fiel der Wert von 44 auf 32 Prozent. Diese Entwicklung ist kein deutsches Sonderphänomen, sie zeigt sich seit den frühen 2000er Jahren auch in anderen wohlhabenden Ländern wie den USA, Kanada oder Australien. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen akuter Alkoholvergiftung bei 10- bis 19-Jährigen ist rückläufig, von rund 20.300 Fällen im Jahr 2019 auf etwa 11.500 im Jahr 2022, wenngleich Corona-bedingte Ausfälle von Feiern und ein demografischer Rückgang dieser Altersgruppe hier mitwirken. Wo frühere Generationen Bier und Schnaps oft in großen Mengen und mit dem Ziel des Rausches konsumierten, verschiebt sich der Fokus heute spürbar hin zu weniger, aber bewussterem Trinken. Genau dieser Wandel, weg von der Menge und hin zum Erlebnis, passt zu einer Weinprobe: Es geht nicht darum, viel zu trinken, sondern einen Wein wirklich kennenzulernen, seinen Charakter zu erkennen und ihn mit Genuss statt mit Eile zu verkosten. Genau dieses Prinzip steckt in der Weinprobe für zuhause von vinodo, mit der du dieses bewusste Verkosten direkt selbst ausprobieren kannst.
FAQ
Eignet sich eine Weinprobe auch als Geschenk für jemanden, der bewusst genießen statt viel trinken möchte?
Ja, eine Weinprobe ist genau für diesen Anlass gemacht. Mit vinodo verschenkst du ein Weinpaket mit 3, 6 oder 12 handverlesenen Weinen von einem regionalen Familienweingut, und eine App begleitet dich dabei von Schritt zu Schritt, du brauchst dafür kein Vorwissen. Statt Menge steht hier das Verstehen im Mittelpunkt: Das Weindreieck hilft dir, Süße, Säure und Aroma eines Weins auf Anhieb einzuordnen, und Quizfragen machen das gemeinsame Verkosten zu zweit, mit Freunden oder der Familie zum Erlebnis. Wer bewusst genießen statt viel trinken möchte, findet darin ein Geschenk, das genau diese Haltung würdigt. Lust bekommen, eine Weinprobe zuhause auszuprobieren?
Häufige Fragen
Eignet sich eine Weinprobe auch als Geschenk für jemanden, der bewusst genießen statt viel trinken möchte?
Ja, eine Weinprobe ist genau für diesen Anlass gemacht. Mit vinodo verschenkst du ein Weinpaket mit 3, 6 oder 12 handverlesenen Weinen von einem regionalen Familienweingut, und eine App begleitet dich dabei von Schritt zu Schritt, du brauchst dafür kein Vorwissen. Statt Menge steht hier das Verstehen im Mittelpunkt: Das Weindreieck hilft dir, Süße, Säure und Aroma eines Weins auf Anhieb einzuordnen, und Quizfragen machen das gemeinsame Verkosten zu zweit, mit Freunden oder der Familie zum Erlebnis. Wer bewusst genießen statt viel trinken möchte, findet darin ein Geschenk, das genau diese Haltung würdigt. Lust bekommen, eine Weinprobe zuhause auszuprobieren?